Für Neonazis ist die Welt einfach

essen_italien

Martin Becher ist Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz. Besser bekannt ist er als einer derer, die den Neonazi-Aufmarsch in Wunsiedel zum Spendenlauf gegen Rechts umfunktioniert haben. Gestern eröffnete er an der Heinrich-Thein-Berufsschule die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern“, die einen besonderen Schwerpunkt auf die rechte Jugendszene in Bayern legt. „Je mehr man weiß, desto schwerer wird man über den Tisch gezogen“, betonte Schulleiterin Heidrun Görtler die Bedeutung solcher Informationsveranstaltungen.

Für Rechtsradikale sei die Welt einfach, so Görtler „und manche finden das ganz angenehm, dann muss man weniger nachdenken“, erklärte die Schulleiterin, die ausdrücklich die erneute Twitter-Affäre der AfD-Politikerin Beatrix von Storch nach der Amokfahrt in Münster verurteilte. Zu wenig nachzudenken, aussagen nicht zu hinterfragen, das habe eben auch Folgen. Deshalb sei man an der Heinrich-Thein-Berufsschule stets um Information bemüht, um „die Wölfe im Schafspelz zu entlarven“. Eng arbeiten dabei die Schulsozialarbeiter Martina Meisch und Tim Burkard sowie die Fachbetreuerin für Sozialkunde Dagmar Mertl zusammen. Auch Kerstin Thieler, die beim Roten Kreuz das Team Jugendsozialarbeit an Schulen und Kinderbetreuung leitet, kam zur Ausstellungseröffnung, denn „auch für den Gründer des Roten Kreuzes hatte die Menschlichkeit oberste Priorität, nationalistische Ansichten haben da keinen Platz“.

Weiterlesen: Für Neonazis ist die Welt einfach

Mehr Durchblick beim Karrierestart

Ausbildungsbörse der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt gibt einen Einblick in viele Branchen

 

boerse2018

Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Manche Menschen müssen einige Umwege gehen, bis sie den für sich richtigen Berufsweg gefunden haben. Um solche Irrwege – und oft auch damit verbundene Frustrationen – zu vermeiden, hat der Freundeskreis der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt vor sechs Jahren die Ausbildungsbörse initiiert, die im zweijährigen Turnus stattfindet. Ein Erfolgsmodell, wie der vergangene Samstag bewies.

Wenn an einem Samstag die Berufsschule aus allen Nähten platzt, dann ist Ausbildungsbörse. Schon zur Eröffnung durch die beiden Schirmherren Landrat Wilhelm Schneider und Haßfurts Bürgermeister Günther Werner waren viele Schüler und Eltern unterwegs in den Schulgebäuden, wo geballte Information, aber auch allerhand Spaß auf sie wartete. Der Vorsitzende des Freundeskreises Herbert Elflein freute sich über die tolle Entwicklung der Börse und dankte ganz herzlich Studiendirektor Jochen Brüggemann, der der Hauptorganisator ist.

Weiterlesen: Mehr Durchblick beim Karrierestart

Ein Tisch in den Farben Italiens

Kochen mit italienischer Kochbuch-Autorin

 

essen_italien

„Orecchiette“, nicht einmal eingefleischte Pasta-Liebhaber können den Namen dieser Nudel problemlos aussprechen – geschweige denn sie selbst formen. Dank einer besonderen „Lehrerin“ kann die Abschlussklasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Haßfurt nun beides. Zu Gast in der Schulküche war am Dienstag  nämlich die Kochbuch-Autorin Cettina Vincenzino. In  Sizilien geboren, im elterlichen Restaurant in Köln aufgewachsen, lebt sie heute in Haßfurt, gleich hinter der Berufsschule.

„Wieso wohnen sie denn in Haßfurt?“ fragten die Schülerinnen erstaunt beim ersten Kennenlernen am Morgen. Cettina zeigt auf ihren Mann Joachim Kümmerer. Der ist zwar kein Haßfurter, aber Franke und nach einigen anderen Stationen zog es ihn wieder heim und so lebt Cettina Vincenzino heut ein Haßfurt. Sie ist eigentlich Fotografin, ihre Begeisterung fürs Kochen brachte eine Konzentration auf Foodfotografie und nachdem sie einige Kochbücher gestalterisch begleitet hatte, schrieb sie selbst ihr erstes, weitere folgten, ganz neu ein vegetarisches.

Weiterlesen: Ein Tisch in den Farben Italiens

Herz-Kreislauf-Training und Gemüsesticks mit Joghurt-Dips

Gesundheitsmesse300px

Dass in der Aula der Heinrich-Thein-Berufsschule Prüfungen stattfinden, ist nichts Besonderes. In der Regel hängt dann draußen ein Zettel  mit dem Hinweis „Bitte nicht stören“. Auch am Donnerstag fand dort eine Prüfung statt, doch dazu war die ganze Schule eingeladen. Die Kaufleute für Büroorganisation hatten als Projektarbeit in der zwölften Klasse nämlich eine Gesundheitsmesse auf die Beine gestellt, die sicher keine schlechten Noten erhalten wird. Lehrer Martin Hofmann machte zwar ein Pokerface, aber vom stellvertretenden Schulleiter Jochen Brüggemann kam großes Lob.

Viel Vorbereitungsarbeit haben die Schülerinnen und Schüler in ihr Projekt gesteckt. „Wir haben uns für die Gesundheitsmesse entschieden, weil Gesundheit das wichtigste im Leben ist und jeden betrifft“, erklärte Mike Fach im Namen der Schüler im Gespräch mit unserer Zeitung. Verschiedene Teams wurden gebildet für die verschiedenen Aktivitäten, die sich dann gestern entfalteten.

Weiterlesen: Herz-Kreislauf-Training und Gemüsesticks mit Joghurt-Dips

Lehrkräfte möchten stärker eingebunden werden

Am Donnerstag drückten an der Berufsschule in Haßfurt die Lehrerinnen die Schulbank. Sie beschäftigten sich mit Ankunftsnachweisen, Duldungsbescheinigungen, Aufenthaltsgestattungen und viel weiterer Bürokratie im Zusammenhang mit der beruflichen Integration von Geflüchteten. Elf Integrationsklassen gibt es im laufenden Schuljahr an der Heinrich-Thein-Berufsschule, 56 Schüler haben die sogenannten BIK-Klassen schon absolviert und es gibt – wie immer an der Schule Enttäuschungen und Erfolgsgeschichten.

Integrationslehrer_300px

Bianca Olerich ist die verantwortliche Lehrkraft für die Berufsintegrationsklassen. Sie hat sich in den vergangenen Jahren viel Wissen über Asylrecht und Sozialgesetze angeeignet, um ihren neuen Schülerinnen und Schülern adäquat zur Seite stehen zu können, wenn sie in Deutschland beruflich Fuß fassen wollen. Doch im Zuge des großen Flüchtlingszustroms hat sich die Rechtslage auch ständig geändert, zudem hat jedes Bundesland eigene Regelungen zugefügt. Um den Kolleginnen, den mit dem Thema Asyl beschäftigten Sozialpädagogen und anderen interessierten Lehrkräften die Möglichkeit zu geben, sich auf den aktuellen Stand zu bringen, organisierte Bianca Olerich jetzt eine Fortbildung mit Hanna Löhner von der „Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH“ aus Augsburg. „Tür an Tür“ koordiniert auch das Bayerische Netzwerk für Beratung und Arbeitsmarktvermittlung für Flüchtlinge, dem die Handwerkskammer für Schwaben, die VHS Augsburg, die Bundesagentur für Arbeit, die Caritas Augsburg und der Bayerische Flüchtlingsrat angehören. Auch zwei Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters nahmen an dem Nachmittag teil und trugen zum regen Erfahrungsaustausch bei.

Weiterlesen: Lehrkräfte möchten stärker eingebunden werden

Aktuelle Seite: Home Aktuelles