Berufsschule Haßfurt: Liegt die Sanierung noch im Plan?

Es ist eines der größten Projekte, das der Landkreis Haßberge derzeit stemmt:
Die Sanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule. Wie ist die Lage in der Hofheimer Straße?

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Einiges getan hat sich seit Beginn der Generalsanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt im Jahr 2018, in die der Landkreis insgesamt 25 Millionen Euro investiert.

Momentan wird im dritten von insgesamt vier Bauabschnitten seit Dezember vergangenen Jahres das fünfgeschossige A-Gebäude saniert, der größte aller Gebäudekomplexe. "In dem Gebäude werden später der Schüleraufenthalt mit Verpflegung, die Schulleitung und verschiedenste Unterrichtsräume angesiedelt sein", sagt Studiendirektor Jochen Brüggemann, der als ständiger Vertreter der Schulleiterin das gesamte Sanierungsprojekt seitens der Schule leitet. Die Arbeiten an diesem Gebäude werden bis Mitte 2022 andauern.

 

 

Äußerlich bemerkt man die baulichen Veränderungen nur teilweise. Nur eine Erneuerung und energetische Sanierung der Außenhaut lassen ahnen,  dass sich vor allem im Inneren des Schulgebäudes vieles verändert hat und noch verändern wird. Besonders die Haustechnik, also die Heizung, Sanitäreinrichtungen und Elektroleitungen, waren doch schon sehr in die Jahre gekommen seit deren Errichtung in den späten 1960-er Jahren und wurden erneuert. Aber auch der Brandschutz und die Barrierefreiheit wurden und werden den heutigen Anforderungen angepasst. Im nordwestlich gelegenen Bau C wurde zum Beispiel ein neuer Aufzug installiert.

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Jochen Brüggemann zeigt sich sehr erfreut, dass alle Baumaßnahmen ohne Containerlösungen durchgeführt werden konnten. Die Schüler behielten also ihre Unterrichtsräume in bestehenden Gebäuden, auch wenn zwischen den einzelnen Bauabschnitten öfter mal innerhalb der Schule umgezogen werden musste. So befinden sich zum Beispiel zur Zeit im B-Gebäude, in denen früher Werkstätten untergebracht waren, übergangsweise neun Klassenzimmer und vier Computerräume. Auch der Schulalltag wird neu strukturiert, wie der stellvertretende Schulleiter herausstellt. Abteilungen sollen zusammengeführt und Laufwege verkürzt werden, so dass die über 1200 Schüler und 85 Lehrkräfte davon profitieren.

 

In den letzten beiden Jahren wurde das C-Gebäude in dem der hauswirtschaftliche Bereich angesiedelt ist, umgebaut und generalsaniert. Es wurde die entsprechende Groß- und Haushaltsküchenausstattung und Hausarbeitsbereiche nach neuestem Stand eingerichtet. Die Aula an der Hofheimer Straße wurde ebenfalls generalsaniert und beinhaltet nun einen großen Mehrzweckraum für schulische Veranstaltungen. Das E-Gebäude wurde umgebaut und besteht nun aus dem Lehrerzimmer dem Sekretariat dem Haupteingang und im Untergeschoss den Umkleideräumen. Alle Gebäudeteile wurden energetisch mit neuen Fenster und Außendämmung auf Dach und Wänden saniert. Die Wärmeerzeugung wurde mit einer Kombination aus Gas- und Pelletheizung erneuert. Als Abschluss der Bauabschnitte 1-3 wurden die Außenanlagen zur Hofheimer Straße bereits bereits neu angelegt. Neue Bänke wurden aufgestellt und Bäume durch den Grüntrupp des Landkreises gepflanzt.

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"Es gab bisher keine Zeitverzögerungen auch durch Corona nicht", sagt Monika Göhr, die Pressesprecherin des Landratsamtes. Alles laufe momentan nach Plan, auch von der Kostenseite her. Nach der Fertigstellung des vierten und letzten Bauabschnittes werde mit einem Bauende im September 2023 gerechnet. Brüggemann lobt die ineinandergreifende Bauausführung die sehr harmonisch von statten geht: "Die Schulleitung wird immer in die Baubesprechungen mit eingebunden und unsere Wünsche werden berücksichtigt".

Freilich ist derzeit auch die Berufsschule von den Corona-Einschränkungen betroffen. Seit 9. Dezember letzten Jahres wurden alle Jahrgänge aus der Distanz in Videokonferenzen unterrichtet und dies genau nach Stundenplan. Seit 22. Februar läuft nun wieder der Präsenzunterricht der Abschlussklassen, wie der stellvertretende Schulleiter betont: "Unsere Lehrer sind vor Ort anwesend, unterrichten die Abschlussklassen und wechseln dann in leere Klassenzimmer um von dort den anderen Klassen über das Internet den Lernstoff zu vermitteln". In diesem Zusammenhang macht Jochen Brüggemann auf die bisweilen noch schlechte Internetversorgung der Schule aufmerksam. Unabhängig von der Generalsanierung soll noch in diesem Jahr Glasfaseranschlüsse verlegt werden. Das sei auch dringend notwendig, so Brüggemann, denn die Leitungen stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Wenn viele Lehrer gleichzeitig online unterrichten komme es momentan häufig vor, dass die Verbindung abbricht und nur noch ohne Videoübertragung weiter unterrichtet werden kann.

 

Artikel und Fotos: Christian Licha

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