Berufsschüler spielten „gute Fee“

420.- Euro und Lebensmittel für die Tafel Haßfurt Haßfurt:

Wenn Sätze mit „Die Jugend….“ beginnen, so sind die nachfolgenden Worte oft negativ gemeint. Dass das Gegenteil der Fall ist, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt, die in der Vorweihnachtszeit nicht nur an sich selbst, sondern auch an bedürftige Mitmenschen dachten. Auf Anregung von Vertrauenslehrerin Kathrin Weber riefen die Schülersprecher/innen die Aktion „Sei eine gute Fee“ ins Leben und baten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler um Spenden für die Haßfurter Tafel.

420.- Euro an Kleingeld und Lebensmittel im Wert von weiteren rund 300.- Euro, vom kleinen Schokoladen-Nikolaus über Packungen mit Zucker, Mehl, Nudeln und anderen haltbaren Lebensmittel kamen so zusammen. Alles zusammen konnten die Schülersprecherinnen und Vertrauenslehrerin Kathrin Weber nun mit großer Freude im Beisein des stellvertretenden Schulleiters Jochen Brüggemann sowie weiterer Vertrauenslehrer an die Haßfurter Tafel, vertreten durch Irmtraud Neubert und Ute Ulbrich, überreichen.

Frau Irmtraud Neubert, die Leiterin der Haßfurter Tafel, bedankte sich im Namen ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen aber auch im Namen der bedürftigen Menschen für die gelungene Aktion der Berufsschüler recht herzlich. Mit ihrer Aktion „Sei eine gute Fee“ hätten sich die jungen Menschen hohes Lob und Anerkennung verdient.

Wie Irmtraud Neubert im Gespräch weiter ausführte, würden wöchentlich rund 120 bedürftige Menschen den Tafelladen in Haßfurt besuchen. Darüber hinaus würden in den Nebenstellen Hofheim und Ebern sowie im Tafelladen in Eltmann weitere ärmere Menschen versorgt. Nach den Worten von Irmtraud Neubert sind es meist unverschuldet in Not geratene Menschen, die in den Tafelläden Lebensmittel, Hygieneartikel und Sachen des täglichen Gebrauchs gegen Vorlage der Haßberg-Card einkaufen. Die Tafel in Haßfurt mit ihren rund 30 ehrenamtlichen Helfern zählt z. B. ältere Mitbürger mit kleinen Renten, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Asylbewerber usw. zu ihren Kunden. Auch Schulkinder, die wegen der Armut der Eltern sonst z. B. nicht an Landschulheimen oder Ähnlichem teilnehmen könnten, werden unterstützt. „Es werden immer mehr Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Deshalb freuen wir uns über jedes neue Mitglied, jede noch so kleine Spende, über alle Sponsoren und jede ehrenamtliche Mitarbeit. Selbst mit wenig Aufwand kann man viel bewegen“, so Irmtraud Neubert zum Schluss.

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