"Abi und Auto" ist ein Erfolgsmodell

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Zweimal im Jahr trifft sich der „Beratungsverbund Unterfranken“, um sich fachlich auszutauschen, diesmal war die Berufsschule Haßfurt der Gastgeber. Im Beratungsverbund Unterfranken sind die Abiturientenberater der Arbeitsagenturen Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg und aus dem benachbarten Baden-Württembergischen Main-Tauber-Kreis sowie die Studienberater der Universität Würzburg, Fachhochschule Würzburg-Scheinfurt, FH Aschaffenburg und der Dualen Hochschule Mosbach-Bad Mergentheim sowie die staatlichen Schulberater bei der Regierung von Unterfranken zusammengeschlossen.

Sie alle bemühen sich, Abiturienten bei der Suche nach dem für sie passenden Berufsweg zu finden. Weil der nicht für jeden Absolventen von Gymnasium oder Fachoberschule zwingend akademisch ist, gibt es an der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt die beiden Abiturienten-Ausbildungsgänge „Abi und Auto“ und „IT qualifiziert hoch drei“. Diese neuen Ausbildungswege stellten Fritz Walla von der Agentur für Arbeit und Oberstudienrat Christoph Lindner, Abteilungsleiter KfZ an der Berufsschule, den Beratern vor. Schulleiterin Heidrun Görtler freute sich über das Interesse der Studienberater. Christoph Lindner sei einer der geistigen Väter von „Abi und Auto“ in Nordbayern, das sich zum Erfolgsmodell entwickelt hat.

 

 

In diesem Programm können Abiturienten nicht nur die Ausbildungszeit zum KfZ-Mechatroniker verkürzen, „das ging schon zu meiner Zeit so“, erklärte Christoph Lindner, sondern sie absolvieren parallel schon einzelne Module der Meisterausbildung, so dass sie nach zweieinhalb Jahren die Ausbildung abschließen und schon ein halbes Jahr später auch zur Meisterprüfung antreten können. Wer alle Angebote konzentriert durchzieht, kann nach insgesamt vier Jahren den Abschluss als geprüfter Betriebswirt HWO machen.

Die erste Klasse startete 2013 mit 19 Schülern, mit etwa gleich vielen Schülern ging es auch weiter, im vergangenen Jahr jedoch meldeten sich 32 Schüler an, so dass es aktuell zwei Klassen im ersten Ausbildungsjahr gibt. Mittlerweile hat sich das Angebot auch herumgesprochen.

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Die Ausbildungs- und Studienberater kennen die beiden Abiturienten-Ausbildungsgänge in Haßfurt natürlich, doch das Gespräch mit Lehrern und Schülern war sehr aufschlussreich für sie. Beim Besuch in der Klasse Abi 11 im zweiten Ausbildungsjahr erfuhren sie, dass die einen schon gleich nach dem Abitur lieber eine Ausbildung machen wollten, andere merkten im Maschinenbau- oder Physikstudium, dass ihnen das zu theoretisch ausgelegt ist. Von früheren Jahrgängen wissen Christoph Lindner und Fachoberlehrer Rolf Kraus, dass viele der Absolventen dem Handwerk erhalten bleiben, ein Teil geht jedoch auch nach dem Meister weiter.

Gefragt, ob Fachabiturienten auf jeden Fall aus dem technischen Zweig der FOS kommen sollten, erklärte Rolf Kraus, dass das grundsätzliche Interesse an der Ausbildung entscheidend sei. „Die Lesekompetenz ist das Wichtigste überhaupt“, erklärte er. Ausbilder hätten manchmal Anlaufschwierigkeiten mit einem etwas älteren Azubi, noch dazu, wenn er eventuell einen höheren Schulabschluss hat als der Meister. Doch ganz aktuell habe er eine Rückmeldung aus dem Betrieb einer seiner Schüler „und der Chef sagte mir, es sei ein Traum, so einen Mann zu haben“, erzählte Kraus.

 

Artikel und Foto: Sabine Weinbeer

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