Mehr Sicherheit im Fahrverhalten

Schüler der Heinrich-Thein-Schule nehmen zum dritten Mal am EVA-Projekt teil.

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Ein Mitfahrer, der bei mir im Auto sitzt, ist für mich kein Problem, außer es ist meine Mutter.“ erzählte Chris.  

Am Montag und Dienstag nahem 54 Schülerinnen und Schüler aus 8 Klassen, darunter auch fünf Schüler aus den Flüchtlingsklassen, am Projekt „Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit (EVA)“ teil, das zum dritten Mal an der Heinrich-Thein-Schule stattfand.

Wochenende für Wochenende verunglücken junge Fahranfänger und Mitfahrer im Straßenverkehr. Unfallstatistiken zeigen immer wieder, dass gerade 18 – 24-jährige überproportional an Unfällen beteiligt sind. Charakteristisch für diese Gruppe ist deren extrovertierter Lebens- und Freizeitstil, häufig freizeitbedingte Nachtfahren, und teilweise intensiver Alkoholkonsum.

 

 EVA soll nicht belehren, sondern anregen, das eigenen Verhalten im Straßenverkehr zu überdenken und dies ohne erhobenen Zeigefinger. 

Zu Beginn des Schultages kam die ersten 15 Schüler zur Gruppendiskussion zusammen, die von Herrn Rolf Hofmann, Lehrer an der Dr. Georg-Schäfer-Schule in Schweinfurt, moderiert wurde. In einer selbstkritischen Gesprächsrunde wurde über die eigenen Verhaltensweisen im Straßenverkehr diskutiert. Hier versucht Herr Hoffmann zu erfahren, mit welchem Auto sie unterwegs sind, welche Bedeutung das Auto für sie hat, hatten sie selbst schon eine kritische Verkehrssituation oder sogar einen Unfall. 

Nach der Gesprächsrunde warteten fünf Fahrschulautos auf die Schüler. Drei von ihnen fuhren jeweils 30 Minuten in Begleitung eines Fahrlehrers in die Verkehrsrealität. Die Mitfahrer beobachteten den Fahrer während seiner Fahrt im Verkehrsalltag. Im Anschluss gaben die Fahrlehrer und die Schüler gegenseitiges Feedback über die einzelnen Kollegen und analysierten das Fahrverhalten.

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 „Ich musste mich erst mit den Pedalen umgewöhnen, da ich normalerweise nur ein Automatik fahre.“ „Das Auto hat ja viel mehr PS als meines.“ „Das Fahrschulauto fährt sich ganz anders als meine alte Kiste.“ Dies waren die ersten Reaktionen der Schüler in der Schlussdiskussion, die dann gemeinsam mit dem Moderator und dem Fahrlehrer Herrn Pascher, der die Organisation der Fahrschulautos durchführte.

Wie fühlst du dich, wenn du von anderen Personen beobachtest wirst?“ Dies Frage stellte Herr Hofmann in die Runde und von den meisten Schülern als problemlos gesehen, da sie ja sowieso in täglichen Leben und in Fahrgemeinschaften zur Berufsschule dies gewohnt sind.

Herr Pascher und seine Kollegen bestätigte allen Schülern ein gutes Verhalten während ihrer Fahrten. 

„Das EVA-Projekt ist eine super Sache, da sich doch nach einigen Jahren verschiedene Fehler beim Fahren eingeschlichen haben, die nun aufgezeigt wurden.“

„Letztes Jahr bin ich noch als Fahranfänger langsam und unsicher gefahren, nach einem Jahr bin ich schon schneller unterwegs.“ 

Die Begeisterung, das Engagement und Diskussionsbereitschaft der Schüler geben diesem Projekt Recht. Viele Schüler wünschten sich für nächstes Schuljahr, dass das EVA-Projekt wieder an der Heinrich-Thein-Schule wiederholt wird. 

 

Text und Bilder: Kurt Helbig, Heinrich-Thein-Schule

 

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