Duale Ausbildung gilt als ideales Sprungbrett in den Beruf

Die Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt verabschiedete 350 Absolventen.

Eine Frau war zum zweiten Mal da.

 

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Rund 350 junge Menschen, auf die der Arbeitsmarkt händeringend wartet, wurden gestern von der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt ins Berufsleben entlassen. Wegen der Baustelle an der Berufsschule fand die Feier im „Silberfisch“ am Schulzentrum statt und sogar der Präsident der Handwerkskammer Unterfranken, Walter Heußlein, gab sich die Ehre und betonte die Bedeutung der Dualen Ausbildung und der Wert der Berufsabschlüsse gerade in der heutigen Zeit.

 

 

Einzelhandels- und Bürokaufleute, Fachinformatiker, Kinderpflegerinnen , Assistenten für Ernährung und Versorgung, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Metallbauer, Fleischer, Verkäuferinnen, IT-Kaufleute, Sozialbetreuer, Technische Assistenten für Informatik, Industriekaufleute, Tischler, Maschinen- und Anlagenführer, Industriemechaniker und Kfz-Mechatroniker werden in Haßfurt ausgebildet – in dualer Ausbildung oder an den Berufsfachschulen. Sie alle hätten in den vergangenen Jahren viel geleistet, aber auch viel Unterstützung erfahren, betonten Schulleiterin Heidrun Görtler und ihr Stellvertreter Jochen Brüggemann sowie Landrat Wilhelm Schneider. Sie alle betonten, dass der Abschluss Grund zum Feiern sei, ein ideales Sprungbrett in eine glückliche Zukunft, dass aber auch eigenes Engagement gefragt ist, diese Zukunft zu gestalten. Im Beruf sei heute mehr denn je lebenslanges Lernen gefordert, im privaten und gesellschaftlichen Umfeld gelte es, sich einzubringen und mit zu gestalten.

 

Landrat Schneider ging auch auf die laufende Generalsanierung der Berufsschule ein. 25 Millionen Euro werden dort bis 2023 investiert, schon im nächsten Frühjahr würden die ersten Klassen sanierte Räume beziehen können. Der Landkreis unterstreiche damit die Bedeutung dieser Schule, wie der Bildungslandschaft überhaupt. Denn nach wie vor gelte: „Fachkräfte werden nicht geboren, sie werden ausgebildet“. Deshalb dankte er allen, die die berufliche Ausbildung unterstützen, ob in den Betrieben oder in den Schulen.

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Als „Paradebeispiel dafür, dass es nie zu spät ist“, trat Patricia Ortiz ans Rednerpult, um die Abschlussrede der Schüler zu halten. Die frischgebackene Einzelhandelskauffrau hat ihre zweite Ausbildung absolviert, kehrte nach 20 Jahren an ihre alte Berufsschule zurück „und alles war noch so wie damals, es roch sogar genauso. Auch Frau Görtler war noch da, damals Lehrerin, jetzt Rektorin“, erzählte sie. Ein bisschen fremd habe sie sich anfangs gefühlt, denn „ich merkte schnell, dass ich neben dem Stoff auch eine ganz neue Sprache lernen musste – die meiner Mitschüler“. Aber sie sei mit ihren 35 Jahren mit offenen Armen aufgenommen worden und viel Unterstützung erfahren. „Wir können alle sehr stolz auf unseren Abschluss sein und wir danken allen, die uns dabei begleitet haben“, sagte sie im Namen aller Absolventen und an ihre Mitschüler richtete sie den Appell, sich nicht nur im Beruf, sondern auch in der Gesellschaft zu engagieren.

65 Schülerinnen und Schüler wurden mit dem Staatspreis für Abschluss-Noten besser als 1,5 ausgezeichnet. Die Besten mit einer glatten 1,0  waren in der Winterprüfung Anna-Lena Bonfig und Frank Martin, in der Sommerprüfung Nina ‚Angelina Schlee und Patricia Ortiz. 

 

Auszeichnungen:

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Im Rahmen der Berufsintegrationsklassen für ausländische Schüler gibt es in Haßfurt auch eine Quali-Klasse. Sie stellten sich der Prüfung an der Mittelschule Haßfurt und Rektor Matthias Weinberger überreichte gestern die Zeugnisse. Den Quali bestanden Nazanin Gafoori, Zahra Keschawarz, Muhammed Mamoo, Josephine Chao, Zahra Bagheri, Musab Mohamed Abukar, Ivan Skoro, Asad Amorkail und Raghad Alsouki. Englischkenntnisse entsprechend der Mittleren Reife wiesen Khaled Alkaid und Malek Al Issa nach. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien, Kroatien und Kenia und bildeten eine gute Gemeinschaft. Sie gehen jetzt die unterschiedlichsten Wege an die FOS, die Krankenpflegeschule, in die Kinderpflege, Nasanin wird Zahnarzthelferin, Zahra Arzthelferin.

 

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Sonderpreise gingen an folgende Schülerinnen und Schüler:

Freundeskreis: Beste Leistung Englisch-Zertifikate Alexander Shigalkin und Christoph Wolfschmidt. Beste Leistung Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Nina-Angelina Schlee. Beste Leistung Berufsfachschule für Kinderpflege Isabell Raithel. Beste Leistung Berufsfachschule für Sozialpflege Badr Hajen. Beste Leistung der Berufsfachschule Technische Assistenten für Informatik Christopher Weitz.

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Alfred Kaiser zeichnte Kilian Wolf für die beste Leistung im gewerblich-handwerklichen Bereich aus. Den Preis für die beste Leistung im gewerblich-industriellen Bereich überreichte Stephan Walter von Valeo an Lukas Koch. Die beste kaufmännische Prüfung legte Patricia Ortiz ab, den Preis der Sparkasse überreichte Andreas Linder.

 

Staatsehrenpreise:

Sophie Becht, Sebastian Bock, Michael Bränler, Moritz Bühcner, Tim Dresler, Peter Hansen, Benedict Harich, Svenja Hastedt, Carina Keller, Christoph Klein, Helena Krause, Jonas Neuberger, Alexander Oberle, Christian Scheder, Simon Schirmer, Manuel Sell und Marie Stretz (alle Winterprüfung).

  

Jessica Aigner, Jonas Alin, Lena Beckert, Philipp Büchner, Luisa Buld, Christin Ditadi Duate, Oliver Fuchs, Laura Gehler, Ann-Sophie Gehring, Nicole Gock, Karina Hesler, Eileen Heyn, Jonas Hülß, Stefan Jantzer, Oskar Keller, Anna-Lena Kerzinger, Lukas Koch, Verena Krieger, Lena Kuhn, Jana Langguth, Philipp Lehmann, Franziska Manietta, Jasmin Merklein, Stefan Mößlein, Lisa Müller, Denise Münch, Jana Pfaab, Isabel Raithel, Danny Reichart, Tina Reichart, Fabienne Reinwald, Simon Sauerteig, Jenny Schalk, Engelina Schlee, Christiane Stubenrauch, Alexandra Stühler, Laura Thema, Tamara Vielhuber, Sabrina Wagenhäuser, Lukas Wasser, Christopher Weitz, Felix Willinger und Kilian Wolf.

 

 Artikel und Fotos: Sabine Weinbeer

 

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